SPD Hennigsdorf

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Stolpersteine pflegen - eine Verpflichtung

Veröffentlicht am 16.02.2020 in Ortsverein

Genossen putzen Stolpersteine

Anlässlich des 75. Jubiläums der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz trafen sich ein Dutzend Hennigsdorfer Sozialdemokraten am Montag, um die Stolpersteine in der Stadt zu putzen.

Clara Schabbels Stolperstein war so belegt mit Straßenstaub, dass ihr Name kaum noch zu entziffern war. Anlässlich des 75. Jubiläums der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz trafen sich ein Dutzend Hennigsdorfer Sozialdemokraten und Peter Kastius vom Geschichtsverein am Montag, um ihren und die neun weiteren Stolpersteine im Stadtgebiet zu putzen. Es soll auch eine Mahnung sein: „Die bösen Geister zeigen sich heute im neuen Gewand. Sie präsentieren ihr antisemitisches, ihr völkisches, ihr autoritäres Denken als Antwort für die Zukunft“, zitierte Hennigsdorfs Ortschef Udo Hoffmann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er rief dazu auf, Antisemitismus und Nationalismus zu bekämpfen. „Hier und heute und gegen jeden, der die Geschichte wieder aufleben lassen will“, so Hoffmann.

Hennigsdorfer haben Patenschaften übernommen

Patrick Krüger, neuer Oberhaveler SPD-Co-Chef, erklärte, dass mit der Pogromnacht die zweite Stufe der Judenverfolgung begonnen hatte. „Nach systematischer Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933, die systematische Verfolgung, und schließlich der Holocaust.“ Es sei den Genossen Ehre und Verpflichtung, diese Schrecken nicht zu vergessen, um wenigstens etwas dazu beizutragen, dass sich dies nicht wiederholen dürfe.

Neun der Stolpersteine, die die Genossen putzten, hatte 2006 der Künstler Gunter Demnig in Hennigsdorf verlegt – der letzte für Wilhelm Busse folgte 2019. Sie sollen an jüdische Mitbürger erinnern, die zwischen 1933 bis 1945 Opfer der Nationalsozialisten wurden. Gewidmet sind sie Clara Schabbel, der Familie Ernst, Dora, Liesel und Ursel Blaschke, Else Ernestine Bela Lachmann, Klara und Wilhelm Busse, Heinrich Bartsch und Ludwig Goldmann. Die Pflege haben Hennigsdorfer Paten übernommen – seit November 2018 sind außerdem regelmäßig Schüler des Puschkin-Gymnasiums unterwegs, um jene Steine, die in Schulnähe liegen, aufzupolieren und so die Menschen, an die erinnert werden soll, zu ehren.

Von Marco Paetzel

 

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